Ärztezentrum Mögeldorf – MÄZ, Nürnberg

Neubau

In städtebaulich prägnanter Lage am Mögeldorfer Plärrer soll an der Ostendstraße eine Baulücke durch einen viergeschossigen Baukörper geschlossen werden. Der Neubau greift dabei die Geschossigkeit sowie die Trauflinien der benachbarten Gebäude auf und bildet mit diesen die stadträumliche Einfassung des Mögeldorfer Plärrers. Der Neubau definiert mit dem benachbarten Gebäude einen baulichen Riegel entlang der Ostendstraße, welcher zusammen mit der Bebauung an der Mögeldorfer Hauptstraße das vorhandene Karree zur Ostendstraße weiter schließt und damit zu einer erheblichen Aufwertung des Innenbereiches beiträgt.
Der Neubau und das gegenüberliegende Gebäude der Deutschen Bank stoppen stadteinwärts die offene und indifferente Bebauung entlang der Ostendstraße auf und markieren das städtebauliche Tor in den Stadtteil Mögeldorf.
Stadtauswärts wird die Blickachse nochmals aufgefangen, indem das Gebäude aufgeschnitten wird und das Innenleben scheinbar nach außen trägt. Das ausgeschnittene Volumen schafft Raum für einen markanten Baum in der Fassade.

Planungsbeginn – Mai 2006
Baubeginn – März 2007
Fertigstellung – Mai 2008

Der kubische Baukörper ruht in der Sockelzone auf Säulen, welche von einer Glashaut eingefasst werden. Hier befinden sich Geschäfte und ein Café. In der Mitte des Baukörpers öffnet sich diese Glashaut großzügig zum Erschließungskern des Gebäudes hin, der Straßenraum wird in das Gebäude hineingeführt. Alles ist hell und transparent. Das Treppenauge mit seinem Glasaufzug und seiner Glasfassade ermöglicht Ein- und Ausblicke in jeder Ebene. Die oberen Geschosse besitzen eine Lochfassade, welche im 2. und 3. Obergeschoss an der Ostenstraße aufgeschnitten wird. Ein geschwungener Glaskörper wird sichtbar und zeigt an dieser Stelle die äußerste Ebene eines Raumkonzeptes, welches vergleichbar einer Zwiebel aus mehreren Schichten besteht. Vom Erschließungskern aus entwickeln sich verschiedene Layern, welche in ihrer Ausgestaltung den multifunktionalen Bedürfnissen der sich verändernden Praxiswelten entspringen.
Als prägnantes Erkennungszeichen steht in der Fassade ein Baum, welcher nicht nur die Innenseite des Stadttors markiert, sondern auch als Lebensbaum identitätsstiftend für die Nutzung des Gebäudes als Gesundheitszentrum wirkt.

Der Aufenthalt in dem neuen Gebäude soll so kurz und angenehm wie möglich gestaltet sein. Das Versorgungskonzept ist ganzheitlich angelegt. Kurze Wege, einfache Orientierung, verschiedenste Versorgungseinheiten innerhalb eines Gebäudes, ein ansprechendes Ambiente bilden wesentliche Parameter für die Ausgestaltung der Räumlichkeiten.
Große stützenfreie Flächen lassen eine schnelle und unkomplizierte Veränderung der Grundrisse zu. Durch minimale Umbauten können Einzelpraxen zu Gemeinschaftspraxen zusammengefasst werden. Wartebereiche, Sozialbereiche können von mehreren Praxen genutzt werden, der Empfangsbereich wird zu einem zentralen Anlauf- und Verteilungszentrum. Sämtliche Ebenen können sowohl kleinteilig als auch großflächig organisiert werden. Im EG befinden sich eine Apotheke, ein Sanitätshaus, ein Optiker, ein Cafe und ein Kiosk. Die Eingangsvorfläche ist als Aktionsfläche konzipiert, auf der abwechselnd nicht nur die Geschäftseinheiten, sondern auch die Arztpraxen unterschiedlichste Informations- und Serviceleistungen anbieten können.
Ein eigenes Präventionscenter ermöglicht in wenigen Stunden einen Gesundheitscheck.

Bauten des Gesundheitswesens, Bauten im Einzelhandel